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Aktuelles

Ergnzung zu unserer Stellungnahme zum Bundeskinderschutzgesetz

Aktionsbündnis Praxis
c/o Falkensteinstraße 84 o 46045 Oberhausen

Überlegungen zum Referentenentwurf
Bundeskinderschutzgesetz BKiSchG
Ergänzung unserer Stellungnahme vom 8. Febr. 2011


Die ortsnahe Betreuung und Beratung von Pflegefamilien verstehen wir als Leistung,
die am Lebensort der Betroffenen Kinder und Pflegefamilien durchgeführt wird. Dazu
gehören regelmäßige Hausbesuche genauso wie vernetzende Angebote für
Pflegeeltern sowie deren Pflegekinder und Kinder.

Freie Träger, die mit der Vermittlung des Kindes in eine von ihnen geschulte Familie
beauftragt worden sind, dürfen nicht zur unbeteiligten Verfügungsmasse öffentlicher
Träger werden, sondern sind unverzichtbarer Sicherungsfaktor der Kontinuität des
Pflegeverhältnisses, auch wenn die Zuständigkeit wechselt.

Die Änderung des Hilfeplans darf sich nicht an den Gepflogenheiten und
wirtschaftlichen Zwängen des (neu zuständigen) öffentlichen Trägers orientieren,
sondern muss den Bedarf des Kindes und damit auch seiner Pflegefamilie in den
Mittelpunkt stellen. Dabei ist grundsätzlich die Betreuung und Beratung der
Pflegefamilie im zu Beginn der Pflegeelternarbeit ausdrücklich gewählten Setting
unabdingbar. Um dieses Setting zu gewährleisten, sollte der Gesetzesentwurf eine
schriftliche Vereinbarung zwischen Jugendamt und Pflegeeltern, bzw. Jugendamt,
Freien Trägern und Pflegeeltern verbindlich vorschreiben.

Nicht im Einvernehmen getroffene Veränderungen, die auf Grund administrativer
Verhältnisse durchgesetzt werden, führen unweigerlich zu Verunsicherung, letztlich
auch des Pflegekindes und implizieren damit ein Scheitern.

Zur Sicherung des Pflegeverhältnisses schlagen wir daher vor, den letzten Satz des
§ 37 Absatz 2a dahingehend zu verdeutlichen, dass nicht von Hilfeplan sondern von
Hilfebedarf die Rede ist – Also: „Eine Abweichung von den dort getroffenen
Feststellungen ist nur bei einer Änderung des Hilfebedarfes zulässig“.

01.03.2011

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